Amsterdam Sicherheitsguide – ist Amsterdam sicher und worauf man achten sollte
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Ist Amsterdam sicher für Touristen?
Ja – Amsterdam hat niedrige Raten gewaltsamer Kriminalität. Die Hauptrisiken sind Taschendiebe in Touristengebieten, Radfahrunfälle und einige Kleinstbetrügereien rund ums Centraal. Normales städtisches Bewusstsein schützt.
Gesamtes Sicherheitsbild
Amsterdam ist eine der sichereren Hauptstädte Westeuropas für Touristen. Gewalttaten gegen Besucher sind selten. Die Stadt hat nicht die Art von aggressiver Straßenkriminalität, die man in einigen anderen großen europäischen Städten findet.
Das gesagt, ist Amsterdam nicht ohne Risiken. Taschendiebstahl in tourismuslastigen Zonen ist das bedeutendste Problem. Radfahrgefahren sind für Besucher, die mit den Verkehrsmustern nicht vertraut sind, real. Und eine Handvoll Betrügereien zielt speziell auf ankommende Touristen nahe Centraal. Diese zu kennen ermöglicht das Genießen Amsterdams ohne übermäßige Sorgen.
Taschendieb-Zonen: wo man wachsam sein sollte
Taschendiebe in Amsterdam arbeiten vorhersehbar – sie zielen auf überfüllte Touristenorte und belebte Trams.
Höchste Risikobereiche:
- Amsterdam Centraal – der Hauptbahnhof, besonders die Haupthalle und der Ausgang Richtung Damrak. An- und abreisende Reisende sind abgelenkt, oft mit Gepäck.
- Damrak – die Haupt-Touristenpromenade zwischen Centraal und dem Dam Square. Im Sommer extrem belebt und das bevorzugte Terrain für ablenkungsbasiertes Taschendiebstahl.
- Tramlinien 2, 4, 5 – die Touristentramlinien zu Museen und Leidseplein. Überfüllte Einsteigeaugenblicke sind die häufigste Zeit für Taschenklaue.
- Leidseplein und Rembrandtplein – besonders an Wochenendabenden, wenn die Menschenmassen dicht sind.
- Albert Cuyp Markt – ein im Allgemeinen sicherer Markt, aber belebt genug für Taschendiebe.
Schutzgewohnheiten, die wirklich funktionieren:
- Handy in einer vorderen Hosentasche, nicht in einer hinteren Tasche tragen.
- Eine Tasche mit Reißverschluss nutzen, der in Menschenmassen geschlossen und nach vorne gerichtet gehalten wird.
- Brieftasche, Handy und Reisepass nicht im selben Taschenfach aufbewahren.
- In Trams die Tasche nach vorne halten statt zur Seite.
- Ein Geldbeutel unter der Kleidung ist die sicherste Option bei größeren Bargeldbeträgen.
Radfahrsicherheit
Amsterdams Radfahrkultur ist gut entwickelt, aber für ungewohnte Besucher stellen die Straßen echte Gefahren dar.
Wichtige Regeln:
- Radwege (Fietspad) sind für Radfahrer, nicht für Fußgänger. Im Radweg zu gehen ist gefährlich – Radfahrer fahren schnell und können nicht immer schnell bremsen.
- Trams Vorrang geben. Trams haben feste Gleise und können nicht ausweichen. Wenn man die Gleise im falschen Winkel überquert, kann das Rad in der Rille hängen bleiben und einen zu Fall bringen.
- Abbiegen durch Ausstreckung des Arms signalisieren.
- Nachtradeln erfordert Lichter – Mietfahrräder haben sie normalerweise, aber vor Einbruch der Dunkelheit bestätigen.
- Beim Radfahren nicht das Handy benutzen. Es ist eine 100-EUR-Geldbuße und wirklich gefährlich.
Die meisten Radfahrunfälle mit Touristen sind langsam und geringfügig – ein aufgeschürftes Knie auf Kopfsteinpflaster, ein Beinahe-Unfall mit einem anderen Radfahrer. Schwere Unfälle sind selten, kommen aber vor.
Wer nicht sicher ist, im leichten Verkehr zu radeln, den ersten Tag mit Trams verbringen und das Radfahren auf einer ruhigeren Route (Jordaan oder Vondelpark-Gebiet) ausprobieren, bevor man belebtere Straßen angeht.
Drogenbezogene Sicherheit
Cannabis ist in designierten Coffeeshops in den Niederlanden legal. Besitz von bis zu 5 g wird toleriert. Konsum ist nur in lizensierten Coffeeshops erlaubt, nicht auf der Straße.
Wichtige Unterscheidungen:
- Ein Coffeeshop (Cannabis-Café) ist ein lizensiertes Unternehmen, das Cannabis verkauft. Es gibt normalerweise ein Schild und einen Alterscheck an der Tür (strikt 18+).
- Ein Koffie oder reguläres Café serviert Kaffee. Das sind weitaus häufiger. Den Namen nicht verwechseln.
- Dealer außerhalb von Coffeeshops auf der Straße bieten unregulierte Produkte ohne Qualitätskontrolle an. Diese meiden.
- Cannabis auf der Straße, in Parks oder in öffentlichen Räumen zu konsumieren kann zu einer Geldbuße führen.
Für Besucher, die mit Cannabis nicht vertraut sind: Die Wirkung kann stärker und länger anhaltend sein als erwartet, besonders bei Esswaren. Mit einer sehr kleinen Menge beginnen und mindestens eine Stunde warten, bevor man mehr konsumiert.
Härtere Drogen: Nicht legal und nicht toleriert. Amsterdam ist bekannt für seine Cannabis-Politik, aber das erstreckt sich nicht auf andere Substanzen.
Sicherheit im Rotlichtviertel
Das Rotlichtviertel (De Wallen) ist ein legales, reguliertes Gebiet. Sexarbeit ist lizensiert und Arbeitnehmer sind durch das Arbeitsrecht geschützt. Das Gebiet ist tagsüber und abends sicher zu durchlaufen.
Was man wissen sollte:
- Die Sexarbeiterinnen in Fenstern nicht fotografieren – das ist respektlos, und Anwohner und Arbeitnehmer empfinden es als aufdringlich. Es ist auch illegal, jemanden in einem privaten Raum ohne Zustimmung zu fotografieren.
- Spät nachts am Samstag bei aggressiven Junggesellengruppen aufpassen – nicht gefährlich, aber laut und potenziell unangenehm.
- Die Seitenstraßen abseits der Haupttouristenroute sind ruhiger und haben echte Nachbarschaftscafés.
- Plaincloths-Polizei operiert in dem Gebiet. Taschendiebe arbeiten auch in den dichten Touristenmassen.
Für eine vollständige, ehrliche Aufschlüsselung, was das Rotlichtviertel wirklich ist und wie man es respektvoll besucht: unser Honest-Red-Light-District-Guide.
Auf Touristen abzielende Betrügereien
Einige Betrügereien zielen speziell auf ankommende Touristen in Amsterdam ab:
Taxi-Werber am Centraal: Nicht lizensierte Fahrer sprechen einen im Ankunftsbereich an und bieten „Festpreis”-Taxis an. Sie haben keine Taxameter, werden deutlich zu viel verlangen und operieren möglicherweise illegal. Den offiziellen Taxistand draußen nutzen oder Uber im Voraus buchen.
Geldwechsel an Flughäfen und Touristenzentren: GWK Travelex und ähnliche Schalter bieten sehr schlechte Wechselkurse. Bankkarte am Geldautomaten verwenden (immer in EUR zahlen, nicht in der Heimwährung) für faire Kurse.
„Kostenlose” Armband-Verkäufer: Jemand kommt auf einen zu, legt ein Armband ans Handgelenk und verlangt dann Bezahlung. Das Handgelenk einfach nicht hinstrecken, oder das Armband sofort entfernen, wenn eines angelegt wird.
Falsche „Coffeeshops”: Einige Lokalitäten in Touristennähe bewerben sich prominent als Cannabis-Cafés, sind aber tatsächlich Touristenfallen, die überteuerte Produkte in fragwürdigem Rechtsstatus verkaufen. Echte lizensierte Coffeeshops haben ein offizielles Schild und einen Alterscheck.
Blumenmarkt-Zwiebeln (für Nicht-EU-Reisende): Am Bloemenmarkt verkaufte Tulpen- und andere Zwiebeln sind in der Regel nicht pflanzbar (chemisch für Dekorationszwecke behandelt), und einige Sorten können nicht in die USA, Großbritannien oder Australien eingeführt werden. Verpackungsanweisungen sorgfältig lesen.
Medizinische und Notfallinformationen
Notrufnummer: 112 (Polizei, Feuerwehr, Krankenwagen – dieselbe Nummer in den gesamten Niederlanden und der EU).
Nicht-Notruf-Polizei: 0900-8844.
Krankenhäuser mit Notaufnahme in der Nähe des Zentrums:
- Amsterdam UMC (Universitäres Medizinzentrum, östlich der Stadt)
- OLVG (Oost- und West-Campus, zentrales Amsterdam)
- VU Medizinzentrum (südlich der Stadt)
Apotheken (Apotheek): In der ganzen Stadt zu finden. Ein Rotationssystem sorgt dafür, dass immer eine 24-Stunden-Apotheke verfügbar ist – Details in Apothekenfenstern oder auf apotheek.nl.
EHIC/GHIC: EU- und UK-Bürger mit einer europäischen oder britischen Krankenversicherungskarte erhalten die gleiche Behandlung wie niederländische Staatsbürger. Karte zugänglich halten.
Sichere Viertel vs. Gebiete, die mehr Aufmerksamkeit erfordern
Sehr sicher (auch spät nachts): Jordaan, Neun Straßen, De Pijp (vor Mitternacht), Museumsviertel, Kanalring.
Vernünftig sicher, aber mehr Aufmerksamkeit spät nachts: Leidseplein, Rembrandtplein, Rotlichtviertel (Freitag/Samstag Mitternacht bei starkem Andrang), Centraal-Bereich.
Aus offensichtlichen Gründen zu meidende Bereiche: Der Damrak-Restaurantstreifen nach Dunkelheit, wenn man ein ruhiges Nachbarschaftserlebnis sucht – nicht gefährlich, nur stark kommerzialisiert.
Es gibt keinen Bereich Amsterdams, den ein Tourist mit normalem städtischem Bewusstsein nicht besuchen könnte.
Häufig gestellte Fragen zur Sicherheit in Amsterdam
Ist Amsterdam sicher für Alleinreisende Frauen?
Ja. Amsterdam hat eine starke Kultur des Respekts und des Eingreifens – bei unerwünschter Aufmerksamkeit oder Belästigung in einem öffentlichen Raum laut werden, und Unbeteiligte werden wahrscheinlich reagieren. Das Hauptproblem für Alleinreisende jeglichen Geschlechts ist Taschendiebstahl, nicht Gewaltkriminalität. Der Jordaan und De Pijp sind ausgezeichnete Viertel für Alleinaufenthalte.
Ist das Rotlichtviertel gefährlich?
Nein – es ist ein legales, reguliertes Viertel. Die Hauptrisiken sind Taschendiebe in den dichten Menschenmassen und (samstagsnachts) laute Junggesellengruppen. Das Viertel selbst ist ein funktionierendes Viertel mit Anwohnern, Restaurants und Cafés. Tagsüber besuchen für ein ruhigeres Erlebnis.
Ist es sicher, nachts in Amsterdam Fahrrad zu fahren?
Ja, mit funktionstüchtigen Lichtern (gesetzlich vorgeschrieben). Die Stadt ist gut beleuchtet und Radwege sind klar markiert. An Tramübergängen und weniger beleuchteten Kanalseitenstraßen besonders vorsichtig sein. Bei Mietfahrrädern immer prüfen, ob die Lichter funktionieren, bevor man nach Einbruch der Dunkelheit losfährt.
Was soll ich tun, wenn ich in Amsterdam bestohlen werde?
Bei der Polizei unter 0900-8844 oder auf einer Polizeiwache anzeigen (nächste zum Zentrum befindet sich an der Lijnbaansgracht). Eine Polizeiaktenzeichen für den Reisekrankenversicherungsanspruch holen. Betroffene Bankkarten sofort über die Bank-App sperren lassen. Die Wahrscheinlichkeit, gestohlene Gegenstände wiederzubekommen, ist gering, aber die Versicherung erfordert den Bericht.
Werden Drogen in Amsterdam offen auf der Straße verkauft?
Nein – Straßenhandel wird nicht toleriert, und Dealer, denen man begegnet, operieren außerhalb des Gesetzes. Legales Cannabis wird nur in lizensierten Coffeeshops verkauft. Jeden meiden, der einem auf der Straße Drogen anbietet.